KODA-Beschluss zur Familienkomponente

Mit diesem Beschluss hat die KODA den Fortbestand der "Familienkomponente" in der DRS für weitere sieben Jahre gesichert.

 

Bei der Reform des Tarifrechts im Öffentlichen Dienst, das in Gestalt des Tarifvertrags der Länder (TV-L) die Vorlage für die AVO-DRS bildete, wurden familienbezogene Leistungen abgeschafft, so auch der familienbezogene Ortszuschlag.

Im Zuge der Entwicklung der Arbeitsvertragsordnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart (AVO-DRS)  wurden eine Reihe familienfördernder Maßnahmen einschließlich der Regelung einer Kinderzulage für die unteren Einkommensgruppen als kircheneigenen Tarif eingearbeitet.

Als Kompromiss wurde so im Jahr 2010 die derzeit geltende Regelung  des § 18 AVO-DRS bis zum 31.12.2017 befristet beschlossen: Eine Kinderzulage als nicht dynamischer Betrag von 50 € für Beschäftigte der Entgeltgruppen 1 bis 8.

Nach intensiven und schwierigen Verhandlungsprozessen hat sich die KODA nunmehr auf eine Verlängerung der Kinderzulage bis  Dezember 2024 geeinigt und diese zugleich mit Wirkung zum 01.01.2018 auf 60,- € erhöht.

Die beschlossene Regelung beinhaltet auch den zweiten Teil der Familienkomponente, die Anrechnung von Erziehungs- bzw. familienbedingtem Sonderurlaub auf die Stufenlaufzeit gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 Buchstabe j) AVO-DRS.

Das familienfreundliche Profil der AVO-DRS stand und steht damit auch weiterhin als Ausweis eines qualitativ guten Arbeitsvertragsrechts in der Diözese.

Die Inkraftsetzung des Beschlusses erfolgt durch die Unterschrift des Bischofs und  die Veröffentlichung des Beschlusstextes im Kirchlichen Amtsblatt.